True Crime: Streets of L.A.

Das Videospiel „True Crime: Streets of L.A.”, entwickelt von  Luxoflux und 2003 von Activision für PlayStation 2Xbox und  GameCube veröffentlicht, ist ein vom Hong Kong-Kino inspirierter Action-Film zum Mitspielen. Mit seinen Hauptelementen Kämpfen, Schießen, Fahren und der großen Bewegungs- und Entscheidungsfreiheit, erinnert das Actionspiel dabei nicht unerheblich an die erfolgreiche Grand Theft Auto-Serie (GTA) von Rockstar Games. Trotzdem überrascht es auch GTA Spieler mit im Detail ganz unterschiedlichen Gameplay-Mechanismen.

Handlung & Spielort

Der Spieler schlüpft bei „True Crime: Streets of L.A.” in die Rolle des, aufgrund übermäßiger Gewaltanwendung suspendierten, Polizisten Nicholas Kang. Der Meister fernöstlicher Kampfkunst wird jedoch kurze Zeit später von der EOD (Elite Operations Division) angeheuert, denen genau dieses Maß an Gewalt ideal erscheint, um im Kampf gegen rivalisierende Gangs der russischen und chinesischen Mafia zu bestehen. In verschiedensten Missionen muss Nick eine Reihe von Bombenanschlägen in Chinatown untersuchen und hat gleichzeitig noch eine ganz persönliche Mission: Die Aufklärung des mysteriösen Mordes an seinem Vater. Spielort ist dabei das mit 622 Quadratkilometern originalgetreu nachgebildete Los Angeles. 

Gameplay

Das Spiel umfasst vier Hauptarten an Missionen, jede mit ihrem eigenen einzigartigen Gameplay: Schießen, Kämpfen, Stealth und Fahren. Doch auch, wenn in einem Level eine Mission scheitert oder man eine Mission überspringt, kann das Spiel fortgesetzt werden. Es muss jedoch in jeder der acht Episoden eine bestimmte Anzahl an Missionen erfüllt werden, um eine neue Episode zu beginnen.

Der Spieler hat für seine Fahrten zum Zielort der nächsten Mission und für die zahlreichen actiongeladenen Verfolgungsjagden knapp 180 unterschiedliche Fahrzeuge zur Verfügung. Langeweile kommt hier sicher nicht auf, denn wer sitzt nicht gerne im Sportflitzer oder rast auf nur zwei Rädern durch die Stadt? In Fahrschulen kann man seine Fahrkünste jederzeit weiter verbessern.

Auch bei den Schießszenen kann der Spieler selbst entscheiden, zu welcher Waffe er greift, um seinen Gegner ins Jenseits zu befördern. Maschinengewehr, Schrotflinte und Raketenwerfer sind nur einige der Möglichkeiten. Der Spieler hat dabei die freie Auswahl und kann bis zu zwei Waffen gleichzeitig bedienen. Ein automatisches Zielsystem hilft zusätzlich beim Treffen der Gegner. Und wenn man möchte, kann man seine Schießkünste auch jederzeit in der Stadt trainieren.Die Kampfszenen sind hingegen keine einfachen Prügeleien, sondern erfordern einiges an Geschick. Verschiedene Moves kann man in den Dojos der Stadt erlernen und sie anschließend erfolgreich umsetzen, um Gegner mit einem gezielten Schlag außer Gefecht zu setzen.

Allerdings sollte man nicht zu rabiat bei seinen Missionen sein, denn ein schlechtes Bild in der Öffentlichkeit, wie beispielsweise durch das Töten Unschuldiger, sorgt für „Bad Cop“ Punkte. Und zu viele davon beenden das Spiel ganz schnell.

Pluspunkte des Spiels

Nicht nur der originalgetreue Nachbau von Los Angeles ist einer der großen Pluspunkte des Spiels. Besonders positiv ist auch die Tatsache, dass alle wichtigen Figuren ihre Stimmen von bekannten Schauspielern wie Christopher Walken, Russel Wong und Michelle Rodriguez geliehen bekommen haben. Auch der Sound kann sich hören lassen – es haben speziell für dieses Spiel zahlreiche HipHop und Rap Größen, mit über 50 Songs sogar völlig neue “True Crime-Tracks” beigesteuert. Die originalen Radiosender aus GTA, wie beispielsweise in „Grand Theft Auto V“ sind hier jedoch nicht verfügbar, was bedeutet, dass die Musikrichtung nicht beliebig gewechselt werden kann.